SharePoint-App für iPhone/iPad (iOS) getestet

Am 27. Juni 2016 veröffentliche Microsoft für iPhones und iPads (Geräten mit iOS-Betriebssystem) auf dem Apple iTunes AppStore die App Microsoft SharePoint, eine App für den Zugriff auf den Unternehmens-SharePoint von unterwegs aus.

Als Spezialist auf dem Gebiet der Microsoft SharePoint-Technologie kamen wir nicht drum herum, uns diese App einmal genauer anzuschauen und auszuprobieren.

 

 

Funktionen und Benutzerführung

Wir testeten Microsofts SharePoint-Client für iOS-Mobilgeräte auf einem iPhone. Sie ist kostenlos im iTunes Store erhältlich und lag zum Testzeitpunkt in der Version 1.0.1 vor.

 

 

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Abbildung 1: Startbildschirm           Abbildung 2: Anmeldung bei Office 365

 

 

Beim ersten Programmstart können wir uns entweder mit einem SharePoint in der Office-365-Cloud (orangefarben) oder mit unserem selbst verwalteten SharePoint-Server im Unternehmen (blau) verbinden (Abbildung 1). Wir entschieden uns, den Test der App mit der Office-365-Farm durchzuführen und verbinden uns daher nach Eingabe unserer Zugangsdaten (Abbildung 2) mit unserem SharePoint.

 

 

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Abbildung 3: Websites                        Abbildung 4: Personen                    Abbildung 5: Einstellungen

 

 

Das Hauptmenü begrüßt uns mit den aktuellen Seitenkollektionen, die unser SharePoint innehat. Doch neben dem Menüpunkt Websites stehen uns Links, Personen und Einstellungen (Abbildungen 3-5) zur Verfügung.

 

 

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Abbildung 6: Aktivitäten                                              Abbildung 8: Dokumente

 

 

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Abbildung 8: Organisationsprozesse       Abbildung 9 u. 10: Personeninfos   

 

 

 

Mithilfe der ersten beiden Menüpunkte Websites und Links gelangt man beispielsweise an seine Aktivitäten, kann sich Vorlagen herunterladen oder Prozessmodelle bzw. Workflows betrachten (Abbildungen 6-8).

 

 

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Abbildung 11: Abgeschnittene Kalenderansicht

 

 

Bei den Personenseiten wird das Ausmaß des kollaborativen Arbeitens und daher die Stärken der SharePoint-Technologie ersichtlich (Abbildung 9), denn neben den personenbezogenen Informationen erhält man einen Überblick über die Beziehungen von Dokumenten, Menschen und den organisatorischen Verflechtungen (Vorgesetzte und Kollegen). So sieht man, wer gerade an welchem Element arbeitet oder zusammen einem Team angehört (Abbildung 10).

 

 

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Abbildung 12: Vergleich SharePoint-App (link) mit Safari (rechts)

 

Gesamteindruck

Positiv hervorzuheben an der App ist die relativ einfache Herstellung einer Verbindung zum SharePoint. Gerade im Einsatz mehrerer SharePoint-Server Außerdem wirkt die App an sich aufgeräumt und nicht überfrachtet. Einige SharePoint-Bereiche (wie z. B. die Personenverwaltung bzw. -listen) sind auf die kleineren Bildschirme für mobile Geräte angepasst (vgl. Abbildungen 9 und 10). Ebenso überzeugt das Handling mit Dokumenten: Funktionalitäten wie das Ansehen, Herunterladen, ja sogar Hinzufügen/Hochladen neuer Dokumente ist mit dieser App möglich; Einbußen bei der Bearbeitung von Dokumenten sind alleine dem kleinen Bildschirm des iPhone zu verschulden.

Doch die Navigation mit dieser SharePoint-App lässt noch Verbesserungspotential in Sachen Benutzerführung zu: So ist es z. B. nicht immer möglich, Seiten zu vergrößern, wenn bedingt durch die Anzahl an Objekten auf einer Seite die Schriften zu klein dargestellt werden. Oder es werden Elemente (wie z. B. Kalender) nicht an die Größe des Bildschirms angepasst und ein Herauszoomen ist nicht möglich (Abbildung 11).

So entsteht daher generell der Eindruck, dass es sich bei der App dem Grunde nach um einen Webbrowser handele, denn im direkten Vergleich mit dem Apple-Internetbrowser Safari entdeckt man bis auf eine farbliche Untermalung der Navigationsleiste sowie des Kopfbereichs einer Webseite und dem Fehlen einer Adresszeile keine Unterschiede in der Darstellung (Abbildung 12).

 

 

Fazit

Um unterwegs Informationen aus dem SharePoint nachzuschlagen oder sich schnell mit mehreren SharePoint-Farmen (in Eigenverwaltung oder in der Office-365-Cloud) zu verbinden, für denjenigen eignet sich die App allemal. Denn in den Einstellungen lassen sich weitere Konten anlegen und zwischen Profilen wechseln. Aber wie bereits festgestellt, ist ein Standard-Internetbrowser wie Safari auf dem Mobilgerät allemal ausreichend, denn Unterschiede in der Aufbereitung der Inhalte oder bei der Navigation haben sich nicht ergeben.