SharePoint 2013 Workflows einrichten

Standen die SharePoint Workflows bei SharePoint 2007 und 2010 noch direkt nach der Installation zur Verfügung, so muss in der Version 2013 ein eigener Dienst installiert werden. Das hat folgenden Vorteil: Die gesamte Workflow-Infrastruktur kann in einen eigenen Workflow-Server ausgelagert werden oder sogar in eine eigene Workflow-Farm. Somit kann die Workflow-Performance einfach skaliert werden.

 

Die Einrichtung der Workflow Plattform erfolgt mithilfe des Workflow Managers, der auf jeden Server installiert werden muss, der die Workflows hosten soll.

 

Folgende Schritte sind für die Einrichtung von SharePoint 2013 Workflows notwendig:

    sp workflows farmkonfiguration
  1. Über den Microsoft Web Plattform Installer muss der Workflow Manager 1.0 Refresh heruntergeladen werden.
  2. Nach der Installation erscheint der Workflow Configuration Wizard, dieser kann aber auch manuell aufgerufen werden.
  3. Im nachfolgenden Schritt erstellen wir die Workflow-Farm mithilfe der empfohlenen Einstellungen:
    1. Zuerst muss die Datenbank angegeben werden, auf der die Workflow-Datenbanken gesichert werden. Mithilfe des Buttons „Test Connection“ kann die erfolgreiche Verbindung sichergestellt werden.
    2. Sollen die Workflows über eine http-Verbindung verwaltet werden können, so muss „Allow Management over http“ angehakt werden
  4. Nun muss der Workflow Manager mit der SharePoint-Farm gekoppelt werden. Dies geschieht über die bekannte per SharePoint Management Shell:
    > Register-SPWorkflowService –SPSite "http://intranet.contoso.com“ –WorkflowHostUri "http://contososerver.contoso.com:12291" –AllowOAuthHttp -force
  5. Nun muss ein IIS-Reset durchgeführt werden
  6. Mithilfe des SharePoint Designers 2013 können nun SharePoint 2013 – Workflows erstellt werden

 

Vorteile von SharePoint 2013 Workflows gegenüber SharePoint 2010er

sp workflows3Auch wenn die SharePoint 2010 – Workflows gleich nach der Installation zur Verfügung stehen, lohnt es sich auch die 2013er-Workflows zu installieren. Diese bringen folgende Vorteile gegenüber den 2010er mit sich:

 

  • Es können Schleifen benutzt werden
  • Es können Sprungmarken definiert werden
  • Websites können über die REST-API abgefragt werden

 

Bieten die SharePoint-Standardlisten zu wenig Gestaltungsfreiraum für bestimmte Anwendungsszenarien können auch InfoPath-Formulare mit den Workflows gekoppelt werden. Mit diesen beiden Tools lassen sich sehr mächtige und umfangreiche Businessanwendungen bauen, ohne dass man weitreichende Programmierkenntnisse benötigt.

 

Wir hoffen wir konnten Ihnen hier einen kleinen Einblick in die SharePoint – Workflows geben. Die 2013er – Workflows werden natürlich auch in SharePoint 2016 weiterhin unterstützt und genutzt. Sollten Sie dazu Fragen haben, oder einen Ihrer Prozesse über einen Workflow abgebildet haben wollen, so kontaktieren Sie uns gerne!